Wirtschaftsbeziehungen zum Staat

 
 
 


Direkte und indirekte Steuern (Td, Ti), Subventionen (Zst)

Haushalte verwenden ihr Einkommen für Konsum oder um zu Sparen.

YF = C + S

Volkseinkommen = Konsum + Sparen

Die direkten Steuern (Td) schmälern das für Konsum und Sparen verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. In der Höhe der direkten Steuern treten anstelle von privatem Konsum, bzw. privatem Sparen Staatsausgaben. Durch die direkten Steuern werden Einkommensteile von den Privaten zum Staat übertragen.

YF = Cpr + Spr + Td

Volkseinkommen = privater Konsum + privates Sparen + direkte Steuern

 

Die indirekten Steuern (die Mehrwertsteuer, die Tabaksteuer, der Benzinzuschlag usw.) werden bei den Unternehmen erhoben und von ihnen wenn möglich über erhöhte Güterpreise auf die Abnehmer überwälzt. Indirekte Steuern (Ti) sind jener Teil des Güterpreises, der von den Unternehmen an den Staat abgeführt werden muss. Die Haushalte, die Unternehmen und auch der Staat selbst zahlen somit über höhere Güterpreise die Leistungen des Staates.

Subventionen (Zst) sind Zuschüsse des Staates an Unternehmen. Sie haben die gegenteilige Wirkung von indirekten Steuern. Sie verbilligen die subventionierten Güter. Die Haushalte, die Unternehmen und auch der Staat selbst profitieren von tiefern Güterpreisen.

YF = C + I - Ti + Zst

Volkseinkommen = Konsum + Investitionen - indirekte Steuern + Subventionen

Die über Marktpreise ermittelten Konsumausgaben und Investitionen werden um den Betrag der indirekten Steuern vermindert und um den Betrag der Subventionen erhöht, um das Nettosozialprodukt zu Faktorenkosten zu ermitteln. Das Nettosozialprodukt zu Faktorenkosten entspricht dem Wert nach dem Volkseinkommen (Nettonationaleinkommen), also den für Arbeit, Kapital und Boden in einem Jahr in einer Volkswirtschaft ausbezahlten Entschädigungen.