Wirtschaftskreislauf

 
 
 

 

Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten:

Konsum, Sparen und Investieren

Konsum, Sparen und Investieren sind zeitraumbezogene Grössen. Meistens beziehen sie sich auf ein Jahr. Als Ex-post-Grössen werden sie für eine Zeitperiode in der Vergangenheit ermittelt, als Ex-ante-Grössen geht es um zukunftsbezogene Grössen, um die geplanten Investitionen, um den geplanten Konsum für z.B. das nächste Jahr.

Stimmen Ex-ante und Ex-post-Grössen überein, befindet sich die Volkswirtschaft im Gleichgewicht. Die Wirtschaftssubjekte haben keine Veranlassung, ihre Pläne zu ändern.

Konsumfunktion

Einkommensunabhängiger Konsum nennt man autonomer Konsum (Ca). Indizierter Konsum (Ci) ist vom Einkommen abhängiger Konsum. Die Grenzneigung (c) zum Konsum sagt aus, welcher Teil eines zusätzlichen Einkommens für Konsumgüter ausgegeben wird.

C = Ca + cY

Konsum = autonomer Konsum + Grenzneigung zum Konsum x Volkseinkommen

Sparfunktion

Derjenige Teil des Einkommens, der nicht konsumiert wird, wird gespart. Die Grenzneigung zum Sparen ergänzt die Grenzneigung zum Konsumieren auf 1.

S = -Sa + sY = -Sa + (1 - c)Y

Sparen = autonomes Entsparen + Grenzneigung zum Sparen x Volkseinkommen = autonomes Entsparen + (1 - Grenzneigung zum Konsum) x Volkseinkommen

Fehlt es an Einkommen, wird der autonome Konsum durch Entsparen, also durch Vermögensverzehr, finanziert.

 

Investitionsfunktion

Die Ersparnisse der Haushalte finanzieren die Investitionen der Unternehmen. Man kann vereinfacht annehmen, dass die Höhe der Investitionen unabhängig von der Höhe des Einkommens ist. Das Zinsniveau und die Gewinnerwartungen und nicht das aktuelle Einkommen bestimmen den Umfang der Investitionen.

I = Ia
Investitionen = autonome Investitionen

Im Gleichgewicht entsprechen geplanter Konsum und geplante Investitionen dem erwarteten Gesamteinkommen.