Produktivität und Produktionsfunktion

Der Zusammenhang zwischen Faktoreneinsatz und dem Faktorenertrag wird durch die Produktionsfunktion beschrieben. Die produzierte Gütermenge (Y) hängt von der eingesetzten Menge des Produktionsfaktors Arbeit (L), der eingesetzten Menge des Produktionsfaktors Realkapital (K), der eingesetzten Menge des Produktionsfaktors Humankapital (H) und von der Menge der eingesetzten natürlichen Ressourcen (N) ab. Je nach Stand der Produktionstechnologie (A) führt die Kombination der Produktionsfaktoren zu einem grössern oder kleinern Faktorenertrag.

Geht man von konstanten Skalenerträgen aus, führt die Multiplikation der Faktorenmengen mit einer positiven Zahl x zu einer x-mal grössern Produktionsmenge. Werden z. B. die Faktorenmengen verdoppelt, also x = 2 gesetzt, verdoppelt sich auch Y. Wird x = 1/L gesetzt, resultiert die Funktion für die Produktivität: Der Output je Arbeitskraft (Y/L) ist eine Funktion des je Arbeitskraft eingesetzten Realkapitals (K/L), Humankapitals (H/L) und der je Arbeitskraft eingesetzten natürlichen Ressourcen (N/L).