Bevölkerungsentwicklung

Weltbevölkerung

Um das Jahr 1650 gab es etwa 500 Millionen Menschen auf der Erde. 1970 erreichte die Bevölkerungszahl 3.6 Milliarden bei einer Wachstumsrate von 2.1 %. 1999 hat die Weltbevölkerung die 6 Milliarden-Marke überschritten. In den letzten 30 Jahren hat sich das Bevölkerungswachstums verlangsamt. Dieser Trend hält voraussichtlich weiter an. Dennoch dürfte das Wachstum der Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten nicht zum Stillstand kommen.

1999 überschritt die Weltbevölkerung die Sechs-Milliarden-Grenze

Die erste Milliarde erreichte die Weltbevölkerung im Jahre 1804. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten bereits 1,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr 1927 waren es zwei Milliarden, 33 Jahre später drei Milliarden. 1974 wurden vier und schon 1987 fünf Milliarden Menschen gezählt.

 

Der Zuwachs der Weltbevölkerung ist sehr ungleich verteilt. In den Industrieländern nimmt die Bevölkerung nur mit rund 0,1 % pro Jahr zu, während es in den weniger entwickelten Länder 1,7 % sind. Entsprechend ist der Anteil der Menschen, die in Entwicklungsländern leben, in den letzten Jahrzehnten beständig gestiegen. 1950 lag er bei 68 %, im Jahr 2000 bereits bei über 80 %. Im Jahr 2050 dürften 88 % der Weltbevölkerung in Entwicklungsländern leben. Auch innerhalb der Entwicklungsregionen sind die Wachstumszahlen sehr unterschiedlich. Afrika liegt mit einer Zuwachsrate von 2,4 % an der Spitze, in Asien liegen die Raten um 1,4 %, in Lateinamerika und der Karibik bei 1,8 %.
   
 

Exponentielles Wachstum

1960 betrug die globale Wachstumsrate zwei Prozent bei drei Milliarden Menschen. Dies entsprach einem jährlichen Zuwachs von 58 Millionen. Heute ist die Wachstumsrate der Weltbevölkerung zwar auf 1,4 Prozent gesunken, aber bei über sechs Milliarden Menschen auf der Erde bedeutet das eine Zunahme von rund 80 Millionen Menschen pro Jahr.

 

   

Schweiz

Seit 1900 hat sich die Wohnbevölkerung der Schweiz mehr als verdoppelt: Von 3,3 Millionen im Jahre 1900 auf 6,9 Millionen im Jahre 1990. Ende 1994 lebten 7 Millionen in der Schweiz. Die Zunahme der Bevölkerung erreichte ihren Höhepunkt zwischen 1950 und 1970, als die Wachstums-rate pro Jahrzehnt bei durchschnittlich 15 % lag. Bis 2010 dürfte die Bevölkerung auf 7.5 Millionen anwachsen, danach aber konstant bleiben oder sogar abnehmen.
 Die Bevölkerungszunahme in einem Land setzt sich aus Geburtenüberschuss und Einwanderungsüberschuss zusammen. In der Schweiz betrug im Durchschnitt der neun Jahre 1990/98 der Geburtenüberschuss 22'500, der Wanderungsüberschuss 27'700. Die Bevölkerungszunahme belief sich somit durchschnittlich pro Jahr auf 48'200 Personen. Zum Vergleich: Die Einwohnerzahl der Stadt Luzern beträgt 60'000, diejenige von Biel 50'700, von Chur 34'000.

Im Vergleich zum Bevölkerungswachstum der Welt, aber auch im Vergleich zu Europa, ist das Bevölkerungswachstum der Schweiz sehr gering.