Einkommensverteilung

Wer als Alleinstehender im Kanton Zürich 1999 mit weniger als 33 Franken pro Tag (exklusive Miete) auskommen muss, gilt als arm. Von den unter 60-Jährigen im Kanton Zürich lebten 1999 mehr als 50'000 (7%) unter der Armutsgrenze. In der Schweiz gehörten 1999 250'000 Personen oder 7.5% der Erwerbstätigen zu den Working Poor. Betroffen waren aber mehr als doppelt so viele: In den Haushalten der armen Arbeitenden lebten rund 535'000 Personen, davon waren mehr als zwei Fünftel Kinder. Gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe betrug 2004 die Armutsgrenze bei Alleinstehenden 2490 Franken. Eine Familie mit zwei Kindern war arm, wenn das Nettoeinkommen pro Monat unter 4603 Franken lag.

 

 

Die Lorenzkurve ist ein Konzentrationsmass, welches die Verteilung des Einkommens auf die einzelnen Haushalte veranschaulicht. Falls jeder Haushalt über ein gleich hohes Einkommen verfügen würde, wäre die Diagonale, welche in der Graphik ebenfalls abgebildet ist, die Lorenzkurve. Je ungleicher die Verteilung ist, umso stärker ist die Kurve gekrümmt und von der Diagonalen enfernt. So verfügen die 25% der Haushalte mit den tiefsten Einkommen nur über 10% des gesamten Einkommens. Analog ist die Hälfte der Haushalte im Besitz von lediglich 29% des gesamten Einkommens, drei Viertel der Haushalte verfügen über 55% des gesamten Einkommens und die reichsten 9% der Haushalte in der Schweiz sind im Besitz von 22% des gesamten Einkommens.

Aus der Lorenzkurve kann der Gini- Koeffizient hergeleitet werden. Er ist das Ungleichheitsmass, das die Abweichung von der Gleichverteilung misst. Konkret heisst dies, das Verhältnis der Fläche zwischen der Diagonalen und der Kurve im Vergleich mit der gesamten Fläche unter der Diagonalen.

 

Je höher der Wert, der zwischen 0 und 1 liegen kann, ist, desto grösser ist die Ungleichheit der Einkommensverteilung. Der Gini-Index liegt in der Schweiz für das Jahr 2000 bei O,289, in Deutschland bei 0,300, in Frankreich bei 0,327, in Grossbritannien bei 0,361, in Japan bei 0,249 und in den USA bei 0,408.

 

Die funktionale Einkommensverteilung gibt darüber Auskunft, welchen Produktionsfaktoren die Einkommensteile zugeflossen sind.

Die Einkommensarten nach funktionalen Gesichtspunkten sind:

  • Arbeitnehmereinkommen (Lohn),
  • Kapitaleinkommen (Zins),
  • Bodenrente (Bodeneinkommen) und
  • Residualeinkommen (Unternehmergewinn).