Kennzahlen für die Nachfrage:
Die Nachfrage-Elastizitäten

 


In der Java-Kaffee-Bar kostete bis anhin eine Tasse Kaffee Fr. 3.20. Im Durchschnitt wurden je Tag 600 Tassen Kaffee getrunken, was eine Tageseinnahme von Fr. 1'920.- brachte. Der Geschäftsführer der Kaffee-Bar war damit nicht zufrieden. Er erhöhte den Kaffee-Preis um 50 Rappen auf Fr. 3.70. Er hoffte auf Fr. 300.- Mehreinnahmen. Doch er machte die Rechnung ohne seine Kunden. Nun werden im Durchschnitt nur noch 480 Tassen je Tag verkauft und er nimmt nur noch Fr. 1'776.- ein. Er tröstet sich mit dem um 50 Tassen höhern Absatz beim Cappuccino, den er unverändert zu Fr. 4.50 verkauft. Hätte er den Preis für eine Tasse Kaffee auf Fr. 2.80 gesenkt, wäre sein Absatz auf 730 Tassen und der Umsatz auf Fr. 2'044.- gestiegen. Allerdings wäre dann vermutlich der Cappuccino-Absatz zurückgegangen.

 

 

Mit Hilfe der Preiselastizität versucht man, den Zusammenhang zwischen der Nachfragemenge und dem Preis zu konkretisieren. Die Preiselastizität der Nachfrage zeigt für ein bestimmtes Gut, wie die nachgefragte Menge auf eine Preisänderung reagiert. Man spricht von einer elastischen Nachfrage, wenn sich eine Preisänderung stark auf die nachgefragte Menge auswirkt, von einer unelastischen Nachfrage, wenn eine Preisänderung die nachgefragte Menge nur wenig verändert.

Die Kreuzpreiselastizität zeigt, wie sich die Preisänderung bei einem Gut auf die nachgefragte Menge bei einem andern Gut auswirkt, also z.B. wie sich eine Preisänderung bei Orangen auf den Absatz der Aepfel auswirkt.

Die Einkommenselastizität misst, wie sich eine Veränderung beim Einkommen auf die nachgefragte Menge auswirkt.

 

 

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