Das ungestillte Verlangen nach Gütern:

Der Bedarf

 

Führen Bedürfnisse zu einem Verlangen nach Gütern, entsteht ein Bedarf an Gütern.


Sofie hat Durst. Sie überlegt sich, ob sie eine Büchse Cola Light oder einen Tetrapak Eistee kaufen soll. Sie könnte auch in der Kantine einen Kaffee trinken, eine Gurke oder Früchte essen. Da sie sehr knapp an Geld ist, trinkt sie einen halben Liter Leitungswasser.  

Die vorerst als unbestimmte Gefühle empfundenen Bedürfnisse werden durch den Entscheid für ein bestimmtes Gut konkretisiert. Es entsteht durch einen Entscheid für ein bestimmtes Gut ein Bedarf nach einem bestimmten Gut. In der Regel lässt sich jedes Bedürfnis durch eine Vielzahl verschiedener Güter befriedigen. Umgekehrt stillt ein bestimmtes Gut in der Regel nicht nur ein Bedürfnis, sondern mehrere. Ueber ein einziges Gut lassen sich oft ganze Bündel von Bedürfnissen decken. Leitungswasser löscht den Durst, bringt Kühlung an einem heissen Tag, befreit von Dreck. Eine Tasse Kaffee in der Kantine löscht nicht nur meinen Durst, sie nimmt mir auch meine Müdigkeit, regt meinen Geist an, bringt mich in die Gesellschaft von andern Leuten, unterbricht angenehm meine momentane Arbeit, bringt etwas Abwechslung.

Beinahe jedes Bedürfnis führt zu einem Bedarf an Gütern, aber nicht jeder Bedarf an Gütern führt zu einer Nachfrage auf einem Markt.

 


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